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Aktuelles - was gerade so das Herz und den Kopf bewegt.


Auf dieser Seite soll immer das stehen, das im Moment als aktuell betrachtet wird
Das kann mal dies oder jenes sein.

Dienstag, 18. Juli 2006

Nun haben wir heute zusammengesessen und gemeinsam über unser neues Projekt gesprochen. Wir haben zumindest festgestellt, dass wir beide (Wolfgang und Wolfgang) das Geschehen rund um den Computer aktuell verfolgt haben und daher noch aktuell informiert sind.

Bei der Diskussion über die Modalitäten sind wir dann gemeinsam auf die Notwendigkeit gestossen, den Stream oder das On Demand völlig kostenlos zu gestalten. Das bedeutet, dass wir so ein bisschen über Land ziehen müssen, um die marginalen Beträge einzuholen.

Ich hoffe und ich nehme es an, dass wir irgendwo ein paar tausend Euro zusammen bekommen, um die Kosten für die Erstellung einzuholen.

Wenn ich dem Gästebuch entnehme, dass Videopodcasting und Podcasting überhaupt unter minimalsten technischen Voraussetzungen stattfinden kann, so wollen wir da nicht mithalten. Ein gewisser Standard wird von uns vorausgesetzt.

Wir werden nächsten Montag die erste Nullnummer erstellen. Die Themen: Das neue Internet mit schnellen Verbindungen. ADSL oder VDSL? Bundesliga und sonst noch was? Thema 2: VPN - was ist mit dem Virtuellen Personal Net?. WLAN am Ende?

Die Sendungen werden 30 Minuten lang werden und sollen an verschiedenen Stellen downloadbar sein. die Folgezahl wurde heute auf 'wöchentlich' festgelegt.

Wenn ich mir überlege, was ich mir da für einen Rentnerjob ausgedacht habe, dann muss ich wohl innerhalb der Familie die Schnauze halten, damit die Belastung nicht akut wird.

muss leider Schluß machen.

Freitag, 14. Juli 2006

Jetzt erst verstehe ich, dass Rentner kaum noch Zeit haben. Die Zeit rast nur so vorbei und daher kommt diese Seite etwas zu kurz.

Doch es soll anders werden. Den Täter zieht es immer wieder zum Tatort zurück. Und wenn man Tatort mit Technik ersetzt, dann kann man sich vorstellen, dass etwas im Busche ist. Gestern griff ich wieder mal nach langer Zeit zum Telefon und rief meinen Mittäter Wolfgang Rudolph an. Irgendwie wollte ich nach der langen Zeit etwas Abstand zu der beackerten Materie finden. Doch es Quatsch. Irgendwie steckt die Freude an neuen technischen Dingen tief im Herzen.

Die Sache ist noch etwas unausgegoren, doch wir sind beide willens, etwas auf die Beine zu stellen. Dabei sind die Leser dieses Tagebuchs (oder besser Monatsbuch) aufgefordert, ihre Meinung dazu kund zu tun. Fernsehen ist schon eine schöne Sache. Doch sie aufwändig und letztendlich auch teuer. Das Produkt kann man nur mit viel Hilfe von vielen Händen erstellen. Fernsehen ist auch an festgelegte Zeiten gebunden. All dies schränkt auch die Kreativität ein, da man oft Kompromisse eingehen muss.

Also haben wir uns jetzt vorgenommen, zunächst einmal das Medium Audio zu favorisieren. Manfred Kloiber, der fast von Anfang an beim Computerclub dabei war, hat sich ein Tonstudio selbst gestrickt, in dem man professionell arbeiten kann.

Die beiden Wolfgangs werden dann in noch festzulegender zeitlicher Folge mit MP3-Files das aktuelle Geschehen kommentieren und brennende Themen aufgreifen. Auch hier sind wieder Meinungen gefragt.

Am nächsten Dienstag kommen wir nun erstmals zusammen und besprechen das Konzept. Ja und dann kann es bald schon losgehen. Sagen wir einmal : Thema Vista oder auch das neue VDSL. Wie gewohnt im alten Computerclubstil.

Wie soll das Kind heissen? Computerclub alleine ist nicht geschützt und könnte daher benutzt werden. Vielleicht könnte man es zur Unterscheidung auch Computerclub zwei bezeichnen.

Doch einen Wermutstropfen muss ich jetzt vergiessen. Es wird nicht ganz kostenlos abgehen. Je nach Auflage müssen wir für die Vermarktung jede Folge einem Portal zum Download übergeben. Dieser schneidet sich einen noch zu verhandelden Betrag aus dem Kuchen. Auch für das Studio fallen Personal- und Technikkosten an. Auch Wolfgang Rudolph braucht einen Betrag, da er eine ganze Menge Vorbereitungszeit einsetzen muss und Fahrtkosten vom Westerwald nach Köln anfallen.

Wir denken da so an 1.95 € oder 2.95 € pro Folge. Mal sehen, wie sich das anlässt. Bleibt noch die Diskussion über die Länge der Folgen. Üblicherweise hat sich für solche Hörepisoden eine Viertelstunde eingebürgert. Vielleicht ist das aber ein bisschen zu kurz für manche Themen. Außerdem müssen wir noch die Anzahl der Folgen und die Abstände der Neueinstellungen diskutiert werden. Auch hierzu ist die Meinung gefragt.

Jetzt muss ich mal schnell weg. Ich melde mch bald wieder.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Wenn ich mir überlege, was dieser junge Bär schon so alles angestellt hat, da muss man eigentlich den Hut ziehen. Das Versteckspiel hat er auf jeden Fall gut drauf. Am Anfang war er sogar ganz nah an meiner Garmischer Behausung. Vielleicht hat er sogar nach mir gesucht und wollte mir einen Gruß von seiner italienischen Familie überbringen.

Vielleicht aber hätte er auch gerne mal eine Tatze so mal kurz von oben nach unten gehauen, die mich zumindest ins kurzzeitige Koma transportiert hätte. Wieso ist dieser 2 Meter große Bär mit seinen 100 kg Lebendgewicht eigentlich so gefährlich. Ich bin zwar nur 1 Meter und 82 cm groß. Doch mit dem Bärengewicht kann ich gut mithalten. Was wäre eigentlich, wenn ich plötzlich anfinge Schafe zu reisssen, Hühnerställe aufzubrechen, Menschen zu verunsichern.

Würde man dann auch finnische Jäger mit Hunden nach mir suchen lassen?

Ich habe bisher noch nicht festgestellt, dass Menschen bei meinem Anblick in die Starre versunken sind, oder dass man mich mit Hundegebell vertreiben wollte (Bild-Zeitung).

Jedenfalls ist JJ1 ein Bär mit weltmännischem Gehabe. Er bewegt sich viel und bringt alle zum verzweifeln. War das nicht herrlich, wie der junge Bär sich in Kochel vor die Polizeistation setzte und dort ausruhte.

JJ1 darf auf keinen Fall sterben. Er wurde uns als Freund geschickt. Da höre ich gerade in den Nachrichten, dass er wieder von den Häschern aufgebracht wurde. Ich glaube nicht, dass sie ihn kriegen. JJ1 ist viel zu intelligent. Sollte der arme Kerl dennoch gefasst werden, so werde ich ihn in seinem Gefängnis besuchen.

Sonntag, 18. Juni 2006

Ja, ich lebe noch - wenngleich das einige im Gästebuch schon angezweifelt haben. Es liegen 4 Wochen Schweizaufenthalt hinter mir. Im vergangenen Jahr habe ich das auf meiner Page angekündigt und erhielt einige warnenden Hinweise, wie man so etwas nur machen könne. Dieses sei die perfekte Einladung für Bösewichte, einmal bei mir zu Hause nachzuschauen, ob es was zu holen gibt.

Also habe ich es dieses Jahr verschwiegen - und dies war wohl auch nicht richtig.

Jedenfalls waren die letzten Wochen zwar nicht ganz ohne Computer - doch die Zeit an der Tastatur war ziemlich eingeschränkt. Und kein einziges Mal hat es mich ins Internet verschlagen.

Dafür turnte ich öfter in anderen Gefilden herum, die so gar nichts mit Computern zu tun haben.

Wenn die Aufenthaltshöhe mit 3000 plus x Meter beschrieben wird, so herrschen dort ganz andere Interessen vor. Es schon phantastisch, was sich die Natur so alles ausgedacht hat.

Was sie kann, das zeigt sie uns immer wieder. Als jetzt vor dem Gotthardtunnel die Gesteinsbrocken herunterkamen, dachte man erst mal wieder darüber nach, in welchem labilen Zustand die Bergwelt sich befindet. Wenn man sich im Tal der Maggia, die bei Ascona in den Lago Maggiore mündet, die Gesteinsbrucken anschaut, die irgendwann einmal nur per Wasser von oben nach unten gespült wurden, so mag man dies nicht glauben. Welcher Riese könnte schon solche Tonnenpakete schleppen oder gar werfen?

Diese Welt ist immer wieder faszinierend und zieht auch entsprechend junge Leute an, die hier an den heißen Tagen ihren Spaß suchen. Es ist sicherlich mit mehr Spaß verbunden, als in einer geordneten Badelandschaft zu planschen. Doch neben all dem abenteuerlichen Genuß winkt auch die Gefahr. Jedes Jahr werden einige Opfer gemeldet.

Da ich schon sehr lange in die Schweiz fahre, kann ich Veränderungen ganz gut aus egenem Erfahrungsschatz abschätzen. Vieles ist einfach konstanter in der Schweiz. So kostet die Lasagne in meinem geliebten Grotto seit 15 Jahren 15 Franken. Immer das Gleiche. Das Pferdefilet mit Polenta kostet nach wie vor 30 Franken.

So geht es eigentlich mit vielen Dingen weiter. Der Wein, den wir dort trinken kostet nach wie vor 10 Franken 30 Rappen. Und immerhin sind 1.5 Liter drin. In diesem Jahr neu: er war öfter ausverkauft.

Technische Geräte, die früher extrem teuer für uns waren, sind deutlich im Preis gesunken. So kosten dort die Laptops z.B. fast den Frankenpreis wie bei uns der Europreis. Und diese Preisumrechnung war für einige doch eine fast unüberwindliche Schranke.

In diesem Jahr kann man wieder eine Zunahme von Deutschen im Tessin beobachten. Auch die Nachfrage nach Schweizer Wohnungen sei enorm gestiegen. Die Deutschen scheinen ein Problem mit der Währung zu haben. Auch mir gings ähnlich - direkt nach der Euroumstellung. Bis vor kurzem habe ich immer alles in DM umgerechnet und dann wieder mühsam zurück in Euro. Dabei kam dann immer so ein Ungefährwert heraus.Im letzten Jahr packte mich dann die Wut und ich setzte mich einmal vor den Taschenrechner, um das Problem ein für alle mal zu lösen. Dabei stellte es sich heraus, dass es ganz einfach ist. Es ist genau ein Drittel vom Frankenbetrag abzuziehen, um auf den Eurowert zu kommen.

Mit dieser wirklich trivialen Weisheit konnte ich in diesem Jahr einigen Deutschen im Supermarkt helfen, die wie ein Ochs vorme Berge dort standen - den Kassenzettel in der Hand und kopfschüttelnd diskutierten.

Dabei merkte ich wieder, wie vorteilhaft es war, dass ich in einer einklassigen Volksschule meine Grundausbildung begann. Auch dass mein Vater der Lehrer war, schadete nicht. Es wurde das kleine Einmaleins und das große Einmaleins rauf und runter gepaukt. Wer es zuerst wusste, der durfte sich setzen. Auch Diktate wurden fast täglich gebimst. Das hat durchaus seine praktischen Spuren hinterlassen.

Schon in den Studentenzeiten, die ich weitgehend in Belgien verbrachte, konnte ich besonders gut in Franken hin und zurück -alles im Kopf - rechnen.

Na gut - das Problem mit der Währung ist kein Problem mehr. Aber ein Problem ist aeit einigen Jahren: Immer wenn ich dort ankomme und den ersten Blick von der Terrasse genieße, stört mich so irgendein doofer Kran, den man wieder genau vor die Aussicht gestellt hat.

Da ich diese Homepage erst seit November 2002 betreibe, habe ich mich erstmals 2003 darüber auf diesen Seiten darüber geäußert. Mit diesem alles verschandelndem Bild.

2004 hat mich das offensichtlich nicht gestört - was in Wahrheit nicht stimmt.

2005 wieder dieses Bild.

2006 dann endlich wenigstens ein neues Kranmodell. Beim Umkopieren und Konfektionieren habe ich irgendwie statt Kopieren Ausschneiden gewählt und futsch ist das einzige aktuelle Kranbild. Na ja, so schön war es auch nicht. Ich werde keine Tränen darüber weinen. Man könnte es sicherlich mit einem Programm zurückholen, weil auf der Speiherkarte noch nichts verändert wurde. Das Programm habe ich auch irgendwo - es kostet aber zu viel Zeit.

Aber über ein ganz anderes Problem möchte ich noch berichten. Wenn man im Urlaub ist und wenn eine Weltmeisterschaft ins Haus steht, so benötigt man ein Fernsehgerät. Natürlich steht eins in der Wohnung. Doch das Modell ist aus dem Jahre 1975. Hat zwar schon Stereoton, ist auch für den Videotext vorbereitet und liefert ein anständiges Bild. Doch es fehlt ein kleiner orangefarbener Aufkleber auf der Rückwand. "Für Kabel - Sonderkanäle vorbereitet". Nach einer Kanalumstellung ist plötzlich die ARD in die Sonderkanäle gerutscht. Und die konnte das Gerät eben noch nicht empfangen.

Ist dann aber schön blöd, wenn das Deutschlandspiel auf dem Ersten gesendet wird. Ich hatte natürlich wieder einmal nicht weit genug gedacht. Denken ist bekanntlich ja Glückssache und außerdem sollte man dies den Denkmälern überlassen. Dass natürlich das Schweizer Fernsehen auch das Spiel überträgt oder es gar auf den beiden ORF Kanälen zu sehen ist, das fiel mir erst nach dem Spiel ein.

Wenn einer eine Reise macht, so hat er so einiges dabei. Ich kramte in meiner Techniktasche und wurde fündig. Die Konstruktion, die unten abgebildet ist, ist weltmeisterlich. Da ich im vergangenen Jahr gelesen habe, dass das Tessin seit 2003 mit DVB-T ausgestattet ist, dachte ich mir bei der Abreise, dass es vielleicht ganz nett ist, wenn man abends auf der Terrasse sitzt und dort ein wenig fernsehen kann. Dank DVB-T, dem Überallfernsehen.

Aber schon wieder falsche Erwartungen gehegt. Ein Suchlauf brachte keinen einzigen Kanal. Grund: die fehlende DVB-T Stabantenne? Kann aber nicht sein, denn den Sender sehe ich von der Terrasse aus. Er ist auf dem Monte Ceneri. Bei der Einführung von DVB-T in Köln habe ich meine eigenen Empfangsversuche unternommen. Eigentlich müsste das - bei dieser Konstellation - mit einem einfachen Schraubenzieher als ASntenne funktionieren.

Und schon wieder habe ich festgestellt, dass ich falsch gedacht habe. Auf der Suche nach dem Ersten Programm wäre ich in der Schweiz wahrscheinlich sowieso nicht fündig geworden.

Aber wer hat, der hat. Schließlich gibt es ja noch einen Analogtuner in dem kleinen Gerät. Dieser kann natürlich auch die Sonderkanäle. Aber ich hatte das Netzgerät für den TV - Empfänger nicht dabei. Ein Kramen in der Tasche brachte ein Netzgerät 12 Volt mit entsprechender Leistung zum Vorschein. Dieses Netzgerät gehört zu einem portablen DVD Player, den ich natürlich vergessen hatte. Wie immer stellte sich heraus, dass der Stecker an diesem Netzgerät zu dick war. Eine Nummer kleiner bitte.

Das Netzgerät von der Digitalkamera hatte diesen Stecker. Das Netzgerät selbst war aber auf 5 Volt ausgelegt und brachte auch nicht die Leistung. Was mich dann wunderte, das war die Entdeckung, dass das Netzgerät zwei winzig kleine Schräubchen aufwies. Man konnte es tatsächlich auseinandernehmen, um an die Anschlüsse zu kommen.

Das, was ich mir seit Jahren hinter die Ohren geschrieben habe, kam jetzt positiv zum Zug. Immer daran denken: ein paar Krokodilklemmen müssen mit. Diese kleinen Helferlein sind wertvoll in den verschiedensten Situationen einzusetzen.

Also: 12 Volt Netzgerät vom DVD Player über Krokodilklemmen an das Kameranetzgerät anklemmen. Das ganze konnte später dann - dank der Schrauben - wieder zurückgebaut werden.

Ein Suchlauf brachte es dann zutage: 40 Kanäle Kabel in guter Qualität. Natürlich war auch das Erste dabei. Aber schon wieder tauchte ein Problem auf. Ist zwar ganz schön, dass man das Erste empfangen kann - doch dieser kleine Bildschirm. Darüber 90 Minuten Fernsehen gucken?

Also ging es weiter. Video Out ist eine 3,5 mm Klinke. Doch was tun, wenn man das entsprechende Kabel nicht dabei hat. Die erneute Inspektion der Tasche brachte diesmal keinen Erfold. Da war zwar mein guter Kopfhörer mit 3,5 er Klinke - aber den wollte ich doch nicht schlachten.

Die Zeit drängte und mir fiel Gott sei Dank ein, dass vielleicht, wenn der Zufall es will, wenn alle Götter mitspielen und wenn wirklich kein Mensch auf der Welt etwas dagegen hat, dann könnte es möglich sein, dass in der rechten oder linken Tasche meiner Lederjacke noch den Ohrhörer von einem zwei Euro teuren Radio habe, der vor kurzem den Geist aufgegeben hat - zumindest ein Hörer.

Doch wo ist die Jacke. Nicht im Kleiderschrank, nicht an der Garderobe. Vielleicht noch im Kofferraum des Autos? So war es denn und tatsächlich war noch dieser Kopfhörer mit dem heißbegehrten Klinkenstecker in der Tasche.

Zurück zum Tatort. Die Minuten verginge und es war noch eine Viertelstunde bis zum Anpfiff. Jetzt hieß es schnell sein. Mit dem Küchenmesser schnitt ich schnell die Kofhörer ab und legte die Leitungen blank. Und jetzt?

Mit Mühe musste ich das Fernsehgerät aus dem Schrank holen, um nachzusehen, was es da eigentlich für Anschlüsse gab. Eine Scartbuchse wäre wohl nicht schlecht. Und tatsächlich - so etwas gab es. Doch wo - verdammt noch mal - ist die Buchse und die Steckernummer für Video IN? Vor noch gar nicht allzulanger Zeit hatte ich sowas noch im Kopf - doch es musste wichtigeren Dingen weichen.

Dann musste ich ja auch noch wissen, wie man diesen alten Fernseher auf AV stellt. Auf der Fernbedienung gab es diesen Begriff nicht.

Ordnung ist das halbe Leben. Beim Herausholen des Gerätes fiel die Bedienungsanleitung vom Deckel in den Schrank. Wahrscheinlich hätte ich die nie gefunden, wenn ich sie gesucht hätte. Jedenfalls entdeckte ich das Geheimnis: man musste ein Kläppchen öffnen und einen Drehschalter von TV auf AV stellen - per Hand natürlich.

Und noch etwas sensationelles geschah. Bei der Suche nach der AV Einstellung überblätterte ich eine Seite, bei der ich erst nachher stockte und wieder zurückblättern musste. Ja - da war der Scartstecker abgebildet. In schönster Aufführung aller Anschlüsse.

Es wurde knapp - nur noch drei Minuten. Aber ich tröstete mich damit, dass ja wohl in den ersten Minuten kein Tor fallen würde und man dadurch ja auch nichts verpassen würde. Sollte jemand vor dem gleichen Problem stehen: hier schnell die Steckernummern: 20 für FBAS - Eingang und 17 für FBAS Ground.

Ich war kurz vor dem Ziel und alles klappte ganz gut. Zwar lief das Spiel schon zwei Minuten - doch es war noch nicht viel passiert. Nun störte nur noch das Krächzen der kleinen Lautsprecher im kleinen TV - Gerät. Doch das war schnell gelöst. Ein Griff in die vielbeschriebene Tasche und der kleine batteriebetriebene Lautsprecher war über die Ohrhörerbuchse sofort angeschlossen.

Super - alles wunschgemäß. Ich wollte das der Frau kundtun, die mich ständig drängte. Doch jetzt wunderte ich mich, dass da keine Nachfragen mehr waren. Ich wunderte mich, dass sie auch gar nicht mehr im Zimmer war. Wo war die nur? Sie lag im Schlafzimmer im Bett und schaute das Erste mit dem Fußballspiel. Denn dort haben wir noch einen Fernseher -zwar nur 37 cm in der Diagonalen - aber mit modernem Tuner.

Alles umsonst? Nein, die Erfahrung zu machen, dass man elementares Grundwissen irgendeinmal spontan umsetzen kann, macht einem für einen kurzen Moment glücklich. Um dann die herben Niederlagen einzustecken: Dein Tun wurde gar nicht benötigt. Und das Fußballspiel kommt sowieso auch auf anderen Kanälen. Mein Einwand: "Aber nicht mit deutschem Ton" hatte auch nicht die richtige Schlagkraft, weil ich keine plausible Antwort auf die Frage hatte, warum ich eigentlich deutschen Ton hören sollte. Nachdem ich weiß, dass Kurt Brumme und Herbert Zimmermann als Kommentatoren schon verstorben sind, fiel mir kein heutiger Sprecher ein, den ich unbedingt hören möchte. Und außerdem interessiere ich mich sowieso nicht für Fußball. Und so ging ich etwas geknickt an meinen Laptop und spielte ein Freecell Spiel. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 werde ich daher aus technischer Sicht so schnell nicht vergessen.

Es muss in der Zwischenzeit in meinem Gästebuch ganz schön rumort haben. Ständig wurden wohl spams automatisch eingespielt. Zum Glück hat sich Sebastian etwas einfallen lassen. Irgendwie habe ich das noch nicht ganz verstanden. Ist aber zuerst mal nicht schlimm: die Hauptsache der Spam bleibt daussen. Und das scheint ja einigermassen zu klappen.

P.S. Nächste Woche ist die erste gemeinsame Sitzung für? Für zuküntiges Tun. Demnächst mehr!!

Und noch ein P.S. Ist das Telefon auf dem Bild nicht wunderschön. Stammt aus dem Jahre 1965.

Samstag, 12. Mai 2006

Ist gar nicht schlecht: das Rentnerdasein! Aber ich spüre es schon, wie die Zeit verfliegt. Sagt man den Rentnern nicht nach, dass sie sowieso gar keine Zeit mehr hätten.

Mein Anflug an Sudokumanie muss jetzt endlich einmal beendet werden. Ich löse zwar keine Sudokus mehr per Hand - das macht mein kleines Programm im PDA und im Telefon. Doch es reizt mich ganz einfach weitere Algorithmen zur Lösung zu finden. Mittlerweile läuft das Programm recht ordentlich. Das tägliche Sudoku aus dem Stadtanzeiger ist schön länger kein Problem mehr. Mittlerweile arbeite ich mit 4 Strategien. Davon sind 3 algorithmisch, die vierte besteht aus Try und Error.

Die erste Strategie ist recht einfach. Man unterscheidet zwischen vorgegebenen festen Feldern und freien Feldern, die ja ausgefüllt werden sollen. In die freien Felder werden alle möglichen Ziffern eingefügt, also 1,2,3,4,5,6,7,8,9. Ist z.B. die Ziffer 1 in einer Spalte oder in einer Reihe, so wurde die 1 aus dem freien Feld gestrichen. Ebenso wird die 1 aus dem kleinen Quadrat als Möglichkeit des Setzens gestrichen. Damit erhält man meistens schon eine sehr gute Lösungsvorlage. Denn wenn bei der Ausschlussmethode nur noch eine Ziffer im freien Feld übrigbleibt, so ist diese Ziffer einzutragen. Meistens wird ein leichtes oder mittelschweres Sudoku mit dieser Strategie komplett gelöst.

Die zweite Methode kümmert sich um die kleinen Quadrate Es werden immer die 9 Felder eines kleinen Quadrats abgescannt. Wie oft kommt die 1, die 2 ....usw. vor? Kommt hier wieder als Ergebnis eine 1 heraus, so ist die gefundene Ziffer nur einmal in den Feldern vorhanden, d.h. Diese Ziffer kann gesetzt werden. Mit beiden Strategien, eins und zwei, konnten bisher fast alle Sudokus des Stadtanzeigers gelöst werden. Sie gelten zwar als nicht allzuschwer, doch manchmal hakt es mit der manuellen Lösung.

Die dritte Methode kümmert sich um Pärchen. Eine weitere Regel kann befolgt werden. Sitzen in einer Reihe oder in einer Spalte jeweils zwei Ziffern die ein Pärchen bilden, so wird zwingend die eine Ziffer und die andere Ziffer in den beiden Feldern gesetzt. Es ist dann gleichgültig, welche Ziffer man sich aussucht. Etwas anders sieht es aus, wenn die Pärchen in verschiedenen Reihen oder Spalten sitzen. Dann hört es mit der algorithmischen Methode auf. Hier muss man dann den Try and Error Effekt programmieren.

Das bedeutet, dass man beim ersten Dreier- Durchlauf sich das Sudoku merkt. Nach dem Tauschen der Ziffern geht man wieder in die Strategie eins und schaut nach, ob sich jetzt durch das Ausschliessen der Ziffern in den Feldern evtl ein Leerfeld ergibt. Das ist natürlich falsch und die Strategie drei wird wieder aufgerufen. Jetzt wird die alte Konstellation wieder eingespielt und es wird anders vertauscht. Läuft danach die Strategie eins fehlerfrei, dann war dies die richtige Wahl.

Mit eins, zwei und drei können fast alle Sudokus gelöst werden. Natürlich gibt es Sudokus, die sich so nicht lösen lassen. Nimmt man einfach einmal an, dass nur eine Ziffer vorgegeben ist, so ist man mit Algorithmen hoffnungslos überfordert.

Backtracking als Lösungsweg Helfen kann hier dann nur noch die Backtracking Methode. Dabei wird die Strategie drei weitergeführt. Man probiert etwas mit Zufall aus und schaut nach, ob es funktioniert. Läuft man auf Ungereimtheiten, so wird die als "ok" gespeicherte letzte Konfiguration neu eingespielt und man probiert etwas anderes. Da bin ich allerdings noch nicht ganz durch. Ich habe mir das aber zum Ziel gesetzt: Die Lösung zu finden bei nur einer vorgegebenen Ziffer.

Es wird schnell eng auf dem Handybildschirm. Doch mit dem Joystick gkann man ganz gut die einzelnen Felder anfahren und über die Tasten werden die Ziffern eingegeben. Dieses ist ein symmetrisches mittschweres Sudoku, das vom kleinen Computer schnell zu lösen ist.

Die Lösung ist unten zu sehen. Die hellgrünen Felder wurden von der Strategie eins gesetzt, die hellroten entsprechend von der Strategie zwei.

Samstag, 1. April 2006

Sensationeller Fund beim U-Bahnbau in Köln.

Die Wissenschaft steht Kopf. Kernkraftwerke im Alten Rom.

Wie sich erst heute herausstellte, wurde bereits vor drei Tagen in einer Baugrube der neuen Südbahn in der Nähe des Doms ein gut erhaltenes Relief gefunden, das offensichtlich aus der Römerzeit stammt.

Die Darstellung dieser Metallplatte war zunächst unverständlich. Zu sehen sind 3 bis 4 Männer, die ein Fass transportieren, das an einem Seil hängt. Nichts Ungewöhnliches.
Als per Zufall dann der Leiter der Ausgrabungen, Herr Prof. Dr. Graumann, vorbeikam, wurde er über eine Kleinigkeit auf diesem Relief stutzig. Warum nur war dieser massive Stab, an dem das Fass hing, so durchgebogen?

Das konnte doch nicht von dem Gewicht des kleines Fasses herrühren. Auch die Tatsache, dass immerhin 4 starke Männer für den Transport benötigt wurden, war äußerst ungewöhnlich.

Herr Prof. Dr. Graumann berichtete über die alten Römer und deren Körpergröße. „Die meisten ausgewachsenen Männer waren damals nicht viel größer als 1.50 Meter. Dies bedeutet, wenn wir die Größe des Fasses in Relation bringen, dass hier nicht viel mehr als 40 Liter hineingingen.“

Rechnet man noch das Eigengewicht des Fasses dazu, so kommt man auf ca. 50 Kilogramm, die hier geschleppt werden mussten. Ein solches Gewicht benötigt weder vier, noch biegt es eine massive Stange so stark wie auf dem Relief zu sehen ist.

Die Spannung stieg, als man der Lösung näher kam. Wenn Wasser oder gar Wein diesen Effekt nicht herbeiführen, weil sie einfach nicht schwer genug sind, dann kann es nur eines sein:
Es befand sich Schweres Wasser im Fass. Und dieses wiederum ist ein untrügliches Zeichen für die Existenz von Kernkraftwerken im Alten Rom.

Schweres Wasser kann man fast nur bei solchen Kraftwerken gebrauchen, da man es als so genannten Moderator einsetzt. Da mittlerweile auch ein Vertreter der Reaktorsicherheit anwesend war, konnte dieser die Bedeutung für die Wissenschaft besser einschätzen.

Schweres Wasser wird in einigen Kernkraftwerken (nämlich in Schwerwasserreaktoren wie zum Beispiel Reaktoren des Typ Candu) als Moderator eingesetzt, da es im Vergleich zu gewöhnlichem Wasser bei gleich starker Moderationswirkung weniger Neutronen absorbiert. Dadurch kann auf eine bei Leichtwasserreaktoren notwendige Anreicherung des Urans verzichtet werden.

Jedenfalls ist dieser Fund als große Sensation zu werten. Bisher hatte noch niemand an die Existenz von Atomreaktoren oder gar Kettenreaktionen gedacht. Obwohl man sehr leicht die Beziehung der Römer zu den Kernkraftwerken nachlesen kann.

In einer Broschüre zum Kernkraftwerk Isar wird es aufgedeckt:

Direkt an der Isar, vierzehn Kilometer flussabwärts von Landshut an historischer Stelle, dort, wo ganz in der Nähe vor knapp 2000 Jahren auch schon die Römer siedelten, liegen die Blöcke 1 und 2 des Kernkraftwerks Isar auf den Gemarkungen der Gemeinden Essenbach und Niederaichbach im Landkreis Landshut/Niederbayern.

Freitag, 24. März 2006

Schon wieder ein Monat vorbei. Und bald ist die Zeit beim WDR abgelaufen. Ich habe mich schon gut an die Situation gewöhnt. Man kann sich die Zeit auch anders vertreiben.

In der Zwischenzeit hat mich auch so ein wenig das Sudoku - Fieber gepackt gehabt. Es begann dann erst richtig, als die Lizenz meiner Demoversion auf dem Smartphone ablief. "Dann muss ich das eben selbst programmieren" höre ich mich noch tönen. Ein brauchbares Programm war schnell erstellt. Ich fand irgendwo im Netz 80 gelöste Sudokus als abgelegter File. Damit konnte man dann schnell etwas zusammenstellen. Ich löste das Problem jedoch so, dass ich zwei verschiedene Files aus dem gefundenen Sudoku machte. Abgelegt waren sie in etwa so: 12C45F usw.

Dabei werden die Ziffern in das Raster eingetragen, die Buchstaben (ASCII minus 64) stellen die leeren Felder dar.

Ich speichere die Sudokus komplett und legte die gleiche Anzahl Matritzen nach folgendem Muster an:
s(1)="6817429532735198644958632179471863253269547811583274965346981727692315
48812475639"
s(2)="7859146232647389151936254875798423613185697424261735986512978349473812
56832456179"

m(1)="III-I---I-I--IIIIIIIIIIIIII-III-III--IIIIIII--III-III-IIIIIIIIIIIIII--I-I---I-III22"
m(2)="-I-I-IIIIIIIII--III-IIII-II-II-I-III-IIIIIII-III-I-II-II-IIII-III--IIIIIIIII-I-I-22"

Bei der Matrix bedeuten dann die I - Zeichen: hier wird eine Ziffer eingetragen. Das - Zeichen deutet auf eine Leerstelle hin. Am Schluß steht die Anzahl der leeren Zellen. Hiernach richtet sich der Schwierigkeitsgrad.

Als leicht lassen sich Sudokus bezeichnen, die so um die 20 bis 25 Leerstellen aufweisen. Von mittlerer Schwierigkeit sind solche, die 30 bis 40 Leerstellen aufzeigen. Schwer wird es dann mit 50 + Leerstellen und ganz schwer sind die Rätsel, wenn mehr als 60 Leerfelder existieren.

Kam heute leider nicht weiter. muss fortgesetzt werden.

Samstag, 18. Februar 2006

Zunächst: ich habe die aktuelle Seite, oder meinen Blog, wieder getrennt, da die Datenmenge die 50 KB wieder überschritten hat. Die vorherigen Informationen sind jetzt bei aktuell12 ganz unten auf der Seite einzusehen.

Immerhin habe ich es jetzt geschafft, den Scanner zum Arbeiten zu bringen. War gar nicht so einfach. Das Problem: der Scanner ist nicht das neueste Modell, sondern er hat die Erbfolge vom Computerclub angetreten. Immerhin ist der Anschluß schon USB und die Originalsoftware fand ich tatsächlich in meinem CD Ordner. Aber dann: offenbar war die Hardware aus dem Jahre 1998 und so bot die Software mir an, einen Treiber für Windows 98 installieren zu wollen.

Wie sollte man auch damals wissen, dass Windows 2000 und Windows XP in die Maschinen einziehen wird. Nach einigem Hin und Her und mit Hilfe des Internets gelang es mir dann, einen funktionierenden TWAIN Treiber aufzutun und zu installieren.

Das nächste Problem tauchte auf. Der Scan war zwar recht ordentlich, doch auf der Platte wurde die eine halbe DIN A 4 Seite mit 3.5 MB als Bitmap abgelegt. Da der Scan ja ins Netz gestellt werden sollte, wäre diese Größe ein klein wenig exorbitant.

Na ja, so dachte ich mir: das ist ja kein Problem. Damit kommt sogar MS Paint zurecht, die einfachste Grafiksoftware. Doch nach meiner Neuinstallation des Betriebssystems musste ich feststellen, dass mein MS Paint die Fähigkeit verloren hat, JPEG Bilder abzuspeichern. Irgendwie muss man die entsprechenden Filter laden und an der Registry herumbasteln. Im Netz fand ich dann leider keine Sofortlösung.

Aber es ist ja nicht wie bei armen Leuten. Ich kramte meine Photoshop CD heraus. Photoshop 7.0. Ich war sogar so ordentlich, dass die Seriennummer auf der CD aufgeklebt war. Also los! Doch schon bald kam die Ernüchterung. Beim Entpacken kam er an einem Archiv einfach nicht weiter und brach die Installation ab.

Und jetzt? Eine Möglichkeit schwirrte mir nur kurz durch den Kopf: ich hätte die Datei zu einem Bekannten über den Messenger als Bitmap schicken können, der hätte sie umgewandelt und auf dem selben Weg zurückgeschickt. Welch ein Umstand!

Doch dann besann ich mich auf eigene geistige Leistungen. Irgenwann einmal hatte ich für die Servicezeit einen Bildbeschrifter programmiert, der auch automatisch Bilder aus verschiedenen Formaten nach JPEG komprimieren konnte. Doch wo ist er, der Bildbeschrifter? Zum Glück hatte ich wohl auf einer meiner 3* 300 GB externen Festplatten ein Backup gemacht. Und siehe da: auf Anhieb klappte es, so dass die Bilder einen eigenartigen Größenverlauf nahmen.

Zunächst einmal konnte so einiges beschnitten werden. Hier was raus und da was weg, so dass 4 Bilder (s. unten) mit jeweils 650 KB Bitmap entstanden. Immer noch viel zu viel. Und dann kam der Komprimierer, der auf 40 Prozent eingestellt war und machte so um die 10 KB JPG pro Bild daraus.

Viele Wege führen eben nach Rom.

Jetzt aber zu dem eigentlichen Grund der langen Vorrede. Ich war ja Anfang des Jahres in Bad Oeynhausen in dem Herz- Diabetes Zentrum zur erneuten Einstellung und Umstellung meiner Diabeteskrankheit. Da diese Form der Krankheit sich so langsam zur Volkskrankheit entwickelt, sollte man hier so viel mie möglich informieren, damit das Wissen um die Symptome weiter fortgetragen wird.

Für einen Diabetiker, der insulinpflichtig ist, ist es vor allem wichtig, mehrmals am Tag die aktuellen Blutzuckerwerte zu kennen, um danach die Menge des Insulins einzurichten. So muss man mindestens 3 mal am Tage mit einer leicht invasiven Methode einen winzig kleinen Bluttropfen aus den Fingerkuppen oder dem Ohrläppchen gewinnen, um mit einem elektronischen Messgerät und einem Messtreifen den Blutzucker bestimmen zu können.

Zum Glück ist es heute mit der vorhandenen Technik relativ einfach, relativ schnell und relativ genau. Doch lästig ist es allemal und man schleppt z. T. einige Utensilien mit sich herum. Oder man vergisst sie.

Für einen technisch interessierten Patienten wäre es von großem Vorteil, wenn der Blutzuckerwert häufiger ablesbar wäre. Dann nämlich kann man Auswirkungen von Mahlzeiten oder körperlichen Betätigungen besser beurteilen.

Doch will man sich nicht endlos in die Fingerkuppe pieksen. Seit einigen Jahren gibt es daher die Diskussion um eine schon lange angekündigte Glucowatch, eine Uhr, die den aktuellen Zucker misst.

Hier war ich schon frühzeitig interessiert, um eine solche Uhr auszuprobieren. Ich hatte mich mehrmals in eine Interessentenliste eingetragen und bekam einfach keine Antwort. Irgendwann dann im Jahre 2004 war die Uhr dann in Amerika und in Groß Brittanien zugelassen. Von Deutschland keine Spur.

Mittlerweile konnte ich so einige Erfahrungsberichte im Netz lesen. Wohl von Leuten, die tatsächlich so eine Uhr ihr eigen nennen und die verschiedensten Erfahrungen gemacht haben.

Es sieht so aus, als wären die gemessenen Blutzuckerwerte mit Vorsicht zu geniessen. Die Messung erfolgt hier mit einem Sensor, der nichtinvasiv arbeitet. Unter der Uhr ist ein sensorisches Plättchen (das an einem Tag verbraucht ist) angebracht, der mit ziemlich komplizierten Austauschreaktionen arbeitet. Doch offensichtlich spielt es eine große Rolle, ob man gerade schwitzt oder in feuchter Umgebung ist. Ebenso treten wohl bei 40 Prozent der Probanden Allergien bei der Nutzung auf.

Die Hoffnungen auf eine bequeme Nutzung solcher Techniken wurden ein wenig gedämpft. Zusätzlich ist noch ein hoher Preis zu zahlen.

Das, was sich der Diabetiker wünschen würde. Man achte auf das 'würde', denn alles, was ich jetzt berichte ist im Konjunktiv zu betrachten. Es ist noch ein langer Weg bis zur einfachen Anwendung.

Ich jedenfalls wünsche mir einen biologischen Sensor, der in der Blutbahn dauerhaft für ca. 2 bis 3 Jahre deponiert werden kann. Dieser Sensor liefert ständig Blutzuckerwerte, die von einer geeigneten Software so zurechtgemacht werden, dass ich einen sofortigen Überblick über die Situation bekomme. Natürlch lassen sich dann auch Alarme senden, zum Beispiel wenn der Blutzucker so langsam in die Unterzuckerung läuft und natürlich auch das andere Extrem: der Zucker wird zu hoch.

So etwas ähnliches konnte ich jetzt in Bad Oeynhausen ausprobieren. Ein Langzeitsensor für 72 Stunden Lebensdauer. Also: meine gewünschten 3 Jahre sind noch in weiter Ferne.

Der Biosensor wird mit einer kleinen Hilfmaschine (ein Plastikteil mit gespannter Feder) in den Bauch 'geschossen'. Das klingt schlimmer als es ist. In meinem Falle spürte ich so gut wie gar nichts davon. Liegt vielleicht auc daran, dass genügend Bauch vorhanden ist. Der Sensor sieht so harmlos aus, wie hier unten.

Der Nachteil des Sensors: er ist nicht wasserdicht und man darf sich während der Tragezeit (3 Tage) nicht duschen. So ein Ding kostet immerhin 50 Dollar. Die neue Sensorgeneration ist schon wieder anders. Man sie komplett zukleben, so dass man keine Behinderung verspürt. Gemessen wird vom Sensor, der ständig Messwerte liefert und sie an einen Monitor schickt, der daraus ein verwertbares Messprotokoll erstellt. Der Monitor ist auch noch etwas unglücklich groß, so dass er während der Tragezeit immer irgendwo herumbaumelt.

Da bei der neuen Generation der Messtechnik die Datenübertragung vom Sensor auf den Monitor per Bluetooth erfolgen soll, so ist dieses oben beschriebene Problem schon elegant gelöst. Der Monitor ist dann auch eine am Armgelenk zu tragende Uhr, die den Wert direkt ablesbar macht.

Doch einen kleinen Haken hat die Sache. Da der Sensor nicht direkt in der Blutbahn sitzt, sondern eben im Fettgewebe, ist eine Verzögerung der Messung zu beachten. Die richtigen Zuckerwerte werden daher erst nach ca. einer halben Stunde angezeigt. Das ist insofern schade, da man diese Verzögerungswerte nicht so einfach zum Bau einer Insulinpumpe nutzen kann. Doch irgendwann wird man auch hier einen Sensor finden, der in der Blutbahn verankert werden kann.

So jetzt kommen wir aber so langsam zu den eingescannten Bildern. Ich werde sie kurz kommentieren. Alles begann am 16. Januar 2006.

In der Mittagszeit wurde mir der Sensor eingesetzt. Am Monitor kann man die Grenzwerte selbst einstellen. Der untere Zuckerwert steht auf 70 mg/dl und der obere auf 180 mg/dl. Dazwischen sollen die Messwerte pendeln. Und zwar darf es nur nach dem Essen höher gehen und in der Zischenzeit nicht darunter fallen. Das ist die Kunst des richtigen Einstellens.

Wie wir hier sehen, kommt der Zuckerwert nach dem Mittagessen um 12 Uhr ziemlich steil nach unten gefallen. Hier muss man allerdings bedenken, dass der Sensor sich noch einpendeln musste. Während des Tages und auch am Abend verlief der Blutzuckerwert recht gut und stabil. Dann aber zur Nacht hin ging er sehr nahe an die eingestellte Untergrenze.

Offensichtlich war das etwas viel Insulin, das am Abend gegen 22:00 Uhr als Langzeitinsulin oder Basalinsulin gespritzt wurde. Hier kann man evtl. am nächsten Tag etwas sparsamer spritzen.

Übrigens, die kleinen Sternchen, die man da so neben der Kurve sieht, sind die von mir selbst gemessenenen Werte, die dann per Hand in den Monitor eingegeben wurden.

Doch schauen wir uns den nächsten Tag an. Es ist Dienstag, der 17. Januar.

Gesamteindruck: nicht schlecht. Kein Wert fiel aus den Grenzen. Auch der weitere Nachtverlauf ging nicht unter 70 mg/dl.

Vielleicht ist der Anstieg beim Frühstück etwas zu hoch. Hier könnte man eine Einheit Insulin mehr geben. Mittagessen und Abendessen liessen sich auch noch etwas dämpfen. Entweder weniger essen, Sport betreiben oder Insulin zugeben.

Man sieht schon jetzt: Wenn man über 3 Tage hinweg 895 Messwerte geliefert bekommt, dann kann man relativ leicht eigene Entscheidungen treffen, um seinen Zuckerhaushalt zu regulieren. Der Messtechniker als Mediziner!

Gegen die Nacht hin geht der Zucker wieder nach unten, bleibt aber in der Toleranz.

Doch nun der nächste Tag. Es ist Mittwoch der 18.Januar.

Hier kann man eine gravierende Änderung feststellen. Während des Tages lief alles ganz o.k.. Doch dann zur Nacht hin wurde ich auf ein anderes Langzeitinsulin umgestellt. Für die Experten: von humalog auf LANTUS. Lantus hat den Riesenvorteil, dass es als Depotinsulin 24 Stunden verzögert wirkt, so dass man es nur einmal am Tag spritzen muss. Das ist schon ein Riesenvorteil. Doch bis man in den Genuss des Vorteils kommt, muss man die Wirkung am eigenen Körper experimentell untersuchen. Hier wird es durch den Sensor mit seinen vielen Messwerten klar: Die Insulingabe war viel zu wenig. Man begann mit 9 Einheiten und ich bin heute bei etwa 20 gelandet. Damit lassen sich stabile Werte während des Tages einstellen.

So platisch wurde mir die Wirkung der Medikamente noch nicht vor Augen geführt. Man sieht auf einen Blick, was fehlt oder was im Überfluss vorhanden ist. Bei der Selbstmessung sind es wirklich nur einige zeitliche Punkte, die man für die Medikation heranziehen kann. Hier bei der Sensormethode ist die gezeigte Kurve schon sehr viel aussagekräftiger.

Aber auch sie ist nur ein kurzes Zeitfenster. Eben nur 3 Tage maximal. Da nicht jeder Tag gleichmässig verläuft, wäre es von größtem Vorteil wenn man diese Methode auf Jahre benutzen könnte. Kommt alles1 - die Frage ist nur wann.

Jetzt schauen wir uns noch den letzten Sensortag an.

Dieser Tag zeigt die schlechtesten Werte. Hier sieht man, dass man schon aus der Nacht heraus mit zu tiefen Werten ankommt. Wie oben beschrieben liegt dies vor allem an der zu geringen Insulindosis, die zur Nacht hin verabreicht wurde. Es ist dann klar, dass bei gleicher Insulingabe zu den Mahlzeiten der Zuckerpegel die Toleranzgrenze sprengt.

Die neuen Erkenntnisse aus meinem Klinikaufenthalt bewegen mich dazu, eine neue Software zu erstellen, mit der man den Verlauf einigermassen gut verfolgen kann. Sie wird umfangreicher sein als das gute alte Programm tadideM, was nichts anderes heisst, als Medidat rückwärts gelesen. Mittlerweile aber speichere ich meine Dateien schon mit einem neuen Namen ab. Damit mir das nicht mehr passiert, was mit Medidat war (ich bekam eine Abmahnung in Höhe von 1300 Euro, weil der Name schon vergeben war), werde ich hier am 18 Februar 2006 den Namen nennen, der derzeit von Google nicht gefunden wird: Mellidat. Das klingt so ähnlich und bezieht sich ganz einfach auf den Ausdruck 'Diabetes Mellitus'.

Ich beabsichtige übrigens in nächster Zeit einen Beitrag im TV (Ich als freier Mitarbeiter) zu produzieren, der sich um das obige Thema dreht und ein paar weitere Perspektiven aufzeigen soll. Z.B. Blutzuckermessung durch Laser im Auge.

Was hält man davon?

P.S. Morgen geht es wieder nach Garmisch. Es kann ein paar Tage dauern, bis ich mich dort wieder einwähle. Wahrscheinlich muss ich erst einmal Schnee schippen.

Dann werde ich wieder die Kraft eines analogen Anschluß bewundern können. Aber immerhin, wenn man Zeit hat, kriegt man alles hin.

Samstag, 11. Februar 2006

Die Sache mit dem angesprochenen Scan ist immer noch nicht geschehen. Irgendwie suche ich das Netzgerät von dem Scanner, der in einem Schrank so vor sich hin dämmert. Wird aber noch geschehen.

Es bewirkt schon Wunder, wenn man von Zeit zu Zeit das Betriebssystem komplett neu aufspielt. Man stellt dann zwar fest, dass doch einige Dateien 'hopps' gegangen sind - doch meistens kann man den Verlust verschmerzen.

Das Windows 2000 professional System ist jetzt flott wie lange nicht mehr.Es ging zwar fast ein ganzer Tag drauf, doch es hat sich gelohnt. Ich musste das Betriebssystem zweimal aufspielen, weil ich vergessen hatte, eine installierbare Version des Virenscanners abzuspeichern. Nach dem System kam dann das Servicepack 4, die Firewall und dann ab ins Internet, um Antivir zu laden. Die 6 MB waren dann schon zu viel - oder es dauerte zu lange.

Kaum startete das frische Programm, so fing es auch schon an, zu piepsen. Er hat zwei böse Trojaner gefunden, die nicht beseitigt werden konnten.

Also noch einmal alles frisch. Jetzt scheint es so weit zu klappen. Nachdem ich so einige Dienste geschlossen habe, kommen auch keine blöden Bemerkungen mehr durch. Es ist eigentlich ein seltsames Gebaren, dass man bei der Neuinstallation eines Betriebssystem zunächst einmal alle Dienste öffnet - und dann per Hand tätig werden muss, um sie nach und nach wieder zu schliessen. Warumlässt man sie nicht zu und - wer will - der kann sie ja dann öffnen.

Auf mein Windowshandy SDA habe ich mir gestern einen Navigator installiert, den Medion Navigon Navigator. Ich muss sagen: das Ganze läuft besser, als ich erwartet hätte. Leider konnte ich bisher das Ganze nur offline betrachten, weil ich zwar 5 GPS - Empfänger mein eigen nenne, diese aber alle an einem Kabel hängen.

Hier macht es nur Sinn, wenn man mit einer Bluetooth Maus arbeitet, die man irgendwo in der Tasche versteckt. Oder bei der Autofahrt auf das Armaturenbrett legt.

Heute dann war mal wieder ebay dran. Für 63 Euro (7 euro Versand) habe ich eine Maus mit Nemerix Chip 'sofort gekauft'. Ganz schön preiswert geworden, finde ich.

Jetzt muss ich aber doch einmal dafür sorgen, dass der Scanner reanimiert wird.

Solange der Webspace es hergibt, sind die alten Seiten aktiv

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